Ernährungstipps bei Reizdarmsyndrom

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Ernährungstipps bei Reizdarmsyndrom

Wenn bei anhaltenden Darmbeschwerden wie Durchfall, Blähungen, Darmkrämpfe, Verstopfung etc. nach ausführlicher Diagnostik andere Erkrankungsursachen ausgeschlossen worden sind, spricht man oft vom sogenannten “Reizdarm-Syndrom”. Das ist ein etwas schwammiger Begriff, eine Art Stempel, den man dem Krankheitsbild aufdrückt, ohne dabei zu berücksichtigen, dass sich dahinter möglicherweise eine Vielzahl unterschiedlicher pathophysiologischer Vorgänge verbirgt, bloß, dass die Medizin bis dato dafür noch keine befriedigende Erklärung gefunden hat. Interessanter Weise hat vor einiger Zeit eine Forschergruppe der Stanford University herausgefunden, dass der Verzicht auf sogenannte FODMAP bei 70% der Reizdarm-Patienten Linderung verschaffen kann

FODMAP ist die englische Abkürzung für “Fermentable Oligo-Di-Monosaccharides and Polyols”. Übersetzt könnte man sagen: Fermentierbare (also durch Bakterien zersetzbare) Mehrfach- Zweifach und Einfachzucker sowie Polyole (“Mehrfach-Alkohole”).

Das sind alles Nahrungsbestandteile, die von unserem Körper nicht verdaut werden können, worüber sich aber die Bakterien in unserem Darm “freuen”, in dem sie sich davon ernähren (fermentieren) und dabei verschiedene Abbauprodukte hinterlassen (z.B. Gase, bestimmte Säuren, etc.) die je nach Empfindlichkeit den Darm reizen können. Am anschaulichsten ist in diesem Fall das Gas, was bei der Fermentation entsteht und sich bei uns durch Blähungen bemerkbar macht.

Zum Beispiel enthält Knoblauch einen hohen Anteil an Fruktanen (welche zu den nicht verdaubaren Mehrfachzuckern zählen) nämlich ca. 10-17 g pro 100 Gramm. Knoblauch führt in höheren Mengen zu Blähungen.

Eine sehr gute deutschsprachige Übersicht und Erklärung zur der FODMAP-armen Ernährung findet sich hier:
https://www.fodmap-info.de

Ebenfalls detaillierte Tabellen, mit Gewichtsangaben gibt es hier:
http://www.foodintolerances.org/german/food-tables.aspx

und last but not least hier der Link zu der Monash University, wo das low-FODMAP Konzept als erstes entwickelt wurde, mit den englischsprachigen Empfehlungen. Dort gibt es auch den Link zu einer recht nützlich App, die von der Monash-Uni entwickelt wurde.
https://www.monashfodmap.com/

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